Realgenossenschaft

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Die Generalversammlung voraussichtlich am 14. April statt. Ort und Uhrzeit später


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Holzernte ist Klimaschutz

Die Nutzung von Holz hat einen besseren Klimaschutzeffekt als die Nichtnutzung!

Eine Studie der Universität Hamburg zeigt die Zusammenhänge deutlich auf.

Weltweit speichern Wälder  ca. 2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr. Untersucht wurden in der Studie in den Ländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Es wurden verschiedene Szenarien untersucht. Von  der Nichtnutzung (keinerlei Eingriff) bis zur vollen Bewirtschaftung des Waldes. Das Bild zeigt, dass bei der Bewirtschaftung wesentlich mehr Kohlenstoff aus CO2 vom Wald eingelagert wird. (rot= Nichtnutzung, 

Argumente:

-Wälder wachsen schneller (binden mehr CO2) wenn sie jung sind

- Wenn bei nicht Nichtbewirtschaftung alte Bäume umstürzen wachsen an dieser Stelle

100 Jahre keine jungen Bäume nach. Der Verwesungsprozess setzt so viel CO2 wieder frei, welches beim Wachstum des Baumes gebunden wurde.

- Geerntetes Holz wird oft langlebigen Produkten zugeführt (Hausbau, hochwertige Möbel) so dass der Kohlenstoff bzw. CO2 mehrere hundert Jahre gespeichert wird.

- Holzprodukte ersetzen auch Produkte welche sonst aus umweltschädlicheren Materialien wie Kunststoff, Stahl, Beton, Aluminium hergestellt werden würden.

Beispiel:

Ein Haus, das im Wesentlichen aus Holz gebaut wird, benötigt ca. 2,5 mal weniger CO2 als ein Haus aus Beton und Stahl.

 

Zukunft: klimaresistente Bäume 

Die Realgenossenschaft pflanzt vermehrt klimaresistente Bäume.

Wir kaufen die Pflanzen  bei der Baumschule Wiedmann in Eschach ein.


So zur allgemeinen Information: Im SWR war eine interessante Sendung:

Beispiel für eine Baumart, welche dem Klimawandel trotzen soll. Link zu einer Sendung im SWR:

https://www.swr.de/swr2/wissen/hickory-ein-baum-wird-neu-entdeckt-100.html


oder hier direkt starten: 



Hickory (bot. Carya) sind beeindruckende Laubbäume mit großen, dekorativen Blättern. Hickorybäume bilden eine Gattung in der Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae), die zur Ordnung der buchenartigen (Fagales) zählen.

In Nordamerika wachsen Arten an ihren Ursprungsstellen in lichten Wäldern. Fünf bis 60 Millionen Jahre alte fossile Funde belegen Vorkommen von Hickorybäumen in Europa. 16 Arten Carya sind bekannt. Aktuell sind sie Forst- und Plantagenbäume mit mehrfachem Nutzen. In vielen Ländern sind die Nüsse beliebt. Früher stellten die Indianer unterschiedliche Nahrungsmittel aus den Pflanzen her. Das Holz einiger Arten ist für die Holzindustrie bedeutsam. Hickorybäume erreichen ein hohes Alter von einigen hundert bis zu über 1000 Jahren.

Die Bäume erreichen nach Art und Standort bis zu 60 Meter Höhe, durchschnittlich sind sie 30 Meter hoch. Alle Hickorybäume wachsen aufrecht mit einem geraden, schlanken Stamm. Die Kronenform reicht von schmal und oval bis zu breit ausladend.  Die Bäume entwickeln eine bis zu zehn Meter lange Pfahlwurzel. Junge Bäume bilden zuerst ihre Pfahlwurzel aus. In dieser Zeit sind das Längenwachstum des Stamms und die Entwicklung der Krone reduziert. Hickoryarten benötigen einen langen Sommer. Nur unter diesen Verhältnissen reifen die Früchte. Die Bäume sind bis zu -40° C frosthart. Einige Arten wachsen noch bei Hitze bis +40° C munter weiter. Wenige Sorten fruchten früher und ihr Holz ist nach 60 Jahren erntereif.  Einzelne Arten und Sorten im Plantagenanbau liefern Nüsse für Nussöl.

Standort

Hickorybäume gedeihen in mildem Klima und auf nährstoffreichem Boden. Wegen ihrer Höhe und ihres Kronendurchmessers brauchen sie viel Platz. Sie stehen im Mischwald und auf landwirtschaftlichen Plantagen. Abhängig von unterschiedlichen Arten wachsen Hickorybäume in Tälern und an Berghängen bis in Höhen von 500 Meter. Idealer Boden ist feucht, bei trockenem Substrat bedient sich ein Baum aus dem Grundwasser. Das Holz der Bäume ist feinmaserig und zäh. Aus ihm entstehen Teile für Sportgeräte und Stiele für Handwerkzeuge. Hickorybäume haben gerade Stämme, die keine oder wenige Astlöcher aufweisen. Sie sind in der Möbelindustrie und für den Innenausbau von Gebäuden beliebt.  Hybriden der Hichttps://homepagedesigner.telekom.de/.cm4all/widgetres.php/com.cm4all.wdn.Separatingline/images/thumbnail.svg
koryarten ersetzen die Esche in wärmeren Gebieten mit geringer Regenmenge und seltenem Niederschlag. Vielversprechende Standorte sind Regionen mit Kontinentalklima.


Daten aus der Holzbau-Offensive: Region Ostwürttemberg - Juni 2022

Unsere Region beschäftigt rund 9000 Mitarbeiter in 700 Unternehmen im Bereich Holz.

Der Holzeinschlag beträgt ca. 550 000 Festmeter. Von diesen werden ca. 90% in unserer Region weiter verarbeitet. Der Wald ist somit für unsere Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Viele Information über den Wald in diesem Link:

https://www.forstpraxis.de